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Prof. Dr. Michael Meyer - Forschungsschwerpunkte

 

Die wesentlichen Forschungsgegenstände der Arbeitsgruppe definieren sich durch die Bereiche "Sonderpädagogik" und "inklusiver Mathematikunterricht":
1. Das Ziel des MINT-Graduiertenkollegs KoM (s. www.kom.uni-koeln.de) besteht darin, unter den Perspektiven der (theoriegeleiteten) Diagnose und der (individuellen) Förderung Lernprozesse in inklusiven Settings zu erforschen.
2. Weiterhin ist die Arbeitsgruppe damit beschäftigt, unter Einbeziehung von Lehrpersonen (s. www.mathemalanders.uni-koeln.de) ein teilhaberorientiertes Curriculum für einen inklusiven Mathematikunterricht zu entwickeln.


Die Forschungsinhalte der Arbeitsgruppe konzentrieren sich wesentlich auf die Rekonstruktion von Lernprozessen. Dies erfolgt vorrangig aus zwei Perspektiven:
1. Auf der Basis ausgewählter philosophischer und soziologischer Grundlagen wird rekonstruiert, wie Schülerinnen und Schülern Lernprozesse realisieren. Hierdurch werden Bedingungen und Möglichkeiten für die Gestaltung von Lernanlässen herausgearbeitet und anschließend empirisch erprobt. Die Prozesse des Entdeckens, Prüfens und Begründens im Kontext mathematischer Zusammenhänge und Begriffe bilden den wesentlichen Forschungsgegenstand.
2. Mathematische Objekte (wie z.B. "Gerade") sind ideale Objekte. Man kann sie repräsentieren, jedoch nicht in ihrem gesamten Begriffsumfang exemplifizieren. Um einen Begriffsumfang zu verdeutlichen, muss man sich der Sprache bedienen, der entsprechend eine bedeutende Rolle im Mathematikunterricht zukommt. Diese Rolle wird auf der Grundlage verschiedener Fragestellungen eingehend analysiert: Wodurch zeichnet sich die "Fachsprache Mathematik" aus? Welche (notwendigen) Unterschiede bzw. Zusammenhänge bestehen zwischen dieser Fachsprache und der im Schulunterricht realisierten "(Fach-)Sprache"? Welche Erfordernisse stellen Lernende, die mit einer anderen Erstsprache als der Unterrichtssprache dem Unterricht beiwohnen? etc.  
Die Inhalte und Perspektiven werden nicht nur getrennt voneinander, sondern insbesondere in ihrem Zusammenspiel untersucht.

Entsprechend dieser Perspektiven lassen sich die Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe unter den folgenden Aspekten zusammenfassen:

  • Philosophische und soziologische Grundlagen des Mathematiklernens
  • (Re-)Konstruktion von Prozessen des Entdeckens, Prüfens und Begründens im Kontext des Erlernens mathematischer Begriffe und Zusammenhänge (Sätze)
  • Sprache und Mathematiklernen (u.a. Mathematiklernen unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit)
  • Methodologie interpretativer Lehr-/Lernforschung


Hier finden Sie eine Liste aktueller Promotions- und Habilitationsprojekte am Lehrstuhl.